IPR (Interproximalreduktion): Einfach erklärt
IPR (Interproximalreduktion) bezeichnet das kontrollierte Entfernen kleiner Mengen Zahnschmelz zwischen den Zähnen, um Platz für die gewünschte Zahnbewegung zu schaffen.
IPR (Interproximalreduktion) ist das kontrollierte Entfernen geringer Mengen Zahnschmelz zwischen den Zähnen, um Platz für die Zahnbewegung während der Aligner-Behandlung zu schaffen. Erfahrungsgemäß werden nur 0,1-0,5 mm pro Zahnfläche entfernt.
Ausführliche Erklärung
Bei der Interproximalreduktion werden mit speziellen Instrumenten oder Streifen gezielt minimale Mengen Zahnschmelz an den Kontaktflächen zwischen benachbarten Zähnen entfernt. Erfahrungsgemäß werden dabei nur 0,1 bis 0,5 Millimeter pro Zahnfläche abgetragen – eine Menge, die in der Regel deutlich unter der natürlichen Schmelzschicht liegt. Das Verfahren wird hauptsächlich angewendet, wenn ein leichter Platzmangel im Kiefer vorliegt oder wenn die Zahnproportionen optimiert werden sollen. IPR erfolgt präzise nach digitaler Planung und wird meist während der laufenden Aligner-Behandlung durchgeführt. Der Eingriff wird in der Regel als schmerzfrei oder nur leicht unangenehm empfunden. Nach der Behandlung können die bearbeiteten Stellen vorübergehend empfindlicher auf Kälte oder Wärme reagieren, was jedoch meist innerhalb weniger Tage abklingt.
Relevanz für die Aligner-Therapie
IPR ist bei vielen Aligner-Behandlungen ein wichtiger Baustein, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Besonders bei Engstand oder leichten Bissfehlstellungen kann durch IPR zusätzlicher Platz geschaffen werden, ohne dass Zähne entfernt werden müssen. Dies ermöglicht es häufig, auch komplexere Korrekturen mit Alignern durchzuführen.
Bei einem leichten Frontzahn-Engstand können durch IPR an den unteren Schneidezähnen ca. 2-3 mm zusätzlicher Platz gewonnen werden. Dies reicht oft aus, um die Zähne gerade zu stellen, ohne eine feste Zahnspange oder Zahnextraktionen.

Dr. Sarmadi
Zahnarzt · Invisalign® zertifiziert
Dr. Sarmadi in der ShapeMySmile Praxis plant IPR digital und führt es präzise durch. In unserer kostenlosen Erstberatung erklären wir Ihnen, ob und warum IPR in Ihrem Fall sinnvoll sein könnte.
Häufig gestellte Fragen
IPR wird in der Regel als schmerzfrei oder nur leicht unangenehm empfunden. Die meisten Patienten berichten von einem ähnlichen Gefühl wie beim Zähneputzen mit einer härteren Zahnbürste. Eine örtliche Betäubung ist meist nicht erforderlich.
Erfahrungsgemäß werden nur 0,1 bis 0,5 Millimeter pro Zahnfläche entfernt. Diese Mengen liegen deutlich unter der natürlichen Schmelzschicht und sind in der Regel unbedenklich für die langfristige Zahngesundheit.
Nein, IPR wird nur bei Bedarf durchgeführt. Ob und in welchem Umfang IPR notwendig ist, hängt von der individuellen Ausgangssituation und dem gewünschten Behandlungsziel ab.
Je nach Fall können Alternativen wie eine Gaumennahterweiterung, Zahnextraktionen oder eine Behandlung mit festsitzenden Apparaturen in Betracht gezogen werden. Diese Optionen besprechen wir individuell in der Beratung.