Offener Biss: Einfach erklärt
Ein offener Biss ist eine Zahnfehlstellung, bei der sich die Front- oder Seitenzähne beim Zubeißen nicht berühren und eine Lücke entsteht.
Ein offener Biss liegt vor, wenn sich die Frontzähne beim Zusammenbeißen nicht berühren. Diese Zahnfehlstellung kann das Kauen erschweren und Sprachprobleme verursachen. Je nach Ursache kann ein dentaler offener Biss erfahrungsgemäß mit Alignern behandelt werden.
Ausführliche Erklärung
Beim offenen Biss (Open Bite) entsteht eine vertikale Lücke zwischen den Zähnen, die das normale Kauen und Abbeißen beeinträchtigt. Man unterscheidet zwischen anteriorem offenen Biss (Frontzähne berühren sich nicht) und posteriorem offenen Biss (Seitenzähne berühren sich nicht). Die häufigste Form ist der anteriore offene Biss. Ursachen können Habits wie Daumenlutschen, Zungenpressen oder Verwendung von Schnullern sein. Bei Erwachsenen ist oft chronisches Zungenpressen der Auslöser. Ein skelettaler offener Biss entsteht durch Kieferwachstumsstörungen, während ein dentaler offener Biss durch ungünstige Zahnbewegungen oder Habits verursacht wird. Die Fehlstellung kann zu Sprachproblemen wie Lispeln, Kaubeschwerden und ästhetischen Beeinträchtigungen führen.
Relevanz für die Aligner-Therapie
Aligner können bei dentalem offenen Biss unter bestimmten Voraussetzungen eingesetzt werden. Die Behandlung erfordert oft spezielle Techniken wie vertikale Attachments und Bite Ramps. Entscheidend für den langfristigen Erfolg ist die Kontrolle auslösender Habits. Bei unbehandeltem Zungenpressen besteht ein hohes Rückfallrisiko. Eine begleitende myofunktionelle Therapie kann daher sinnvoll sein. Skelettale offene Bisse sind meist nicht ausschließlich mit Alignern korrigierbar.
Eine 28-jährige Patientin hat einen anterioren offenen Biss durch chronisches Zungenpressen. Die Frontzähne berühren sich beim Zubeißen nicht, was zu Problemen beim Abbeißen von Sandwiches führt. Nach erfolgreicher Entwöhnung des Zungenpressens kann der offene Biss erfahrungsgemäß mit Alignern korrigiert werden.

Dr. Sarmadi
Zahnarzt · Invisalign® zertifiziert
Dr. Sarmadi empfiehlt bei offenem Biss eine gründliche Funktionsanalyse vor Behandlungsbeginn. Die Kontrolle auslösender Habits ist entscheidend für einen stabilen Behandlungserfolg. Eine Kooperation mit Logopäden kann sinnvoll sein.
Häufig gestellte Fragen
Ein dentaler offener Biss kann unter bestimmten Voraussetzungen mit Alignern korrigiert werden. Wichtig ist die vorherige Kontrolle auslösender Habits wie Zungenpressen. Bei skelettalen Formen ist oft eine kombinierte Behandlung nötig.
Die Behandlungsdauer beträgt erfahrungsgemäß ca. 12-24 Monate, abhängig vom Schweregrad und der Mitarbeit des Patienten. Komplexere Fälle können länger dauern.
Die Kosten liegen in der Regel zwischen ab 2.499-4.499 €*, je nach Behandlungsumfang. Eine individuelle Kostenschätzung erhalten Sie bei der kostenlosen Erstberatung.
Das Rückfallrisiko ist bei unbehandelten Habits wie Zungenpressen erhöht. Mit konsequenter Retainer-Nutzung und Habit-Kontrolle kann die Stabilität erfahrungsgemäß langfristig gesichert werden.