Wurzelresorption: Einfach erklärt
Wurzelresorption bezeichnet die Verkürzung der Zahnwurzel durch körpereigene Zellen, die bei kieferorthopädischen Zahnbewegungen auftreten kann.
Wurzelresorption ist die Verkürzung der Zahnwurzel durch körpereigene Zellen während kieferorthopädischer Behandlungen. Bei modernen Aligner-Therapien tritt sie seltener auf als bei festsitzenden Zahnspangen, da sanftere Kräfte wirken.
Ausführliche Erklärung
Wurzelresorption ist ein natürlicher biologischer Prozess, bei dem körpereigene Zellen (Odontoklasten) die Zahnwurzel abbauen. Dies kann während kieferorthopädischer Behandlungen auftreten, wenn Zähne bewegt werden. Der Prozess entsteht durch Druck auf die Zahnwurzel und die umliegenden Strukturen. Während minimale Wurzelverkürzungen oft unproblematisch sind, können ausgeprägte Resorptionen die Zahnstabilität beeinträchtigen. Faktoren wie Behandlungsdauer, Krafteinwirkung, individuelle Veranlagung und bereits vorhandene Wurzelschäden beeinflussen das Risiko. Moderne bildgebende Verfahren ermöglichen eine frühzeitige Erkennung, sodass Behandlungspläne entsprechend angepasst werden können.
Relevanz für die Aligner-Therapie
Bei Aligner-Behandlungen ist das Risiko einer Wurzelresorption erfahrungsgemäß geringer als bei festsitzenden Zahnspangen, da kontinuierliche, sanftere Kräfte wirken. Regelmäßige Kontrollen ermöglichen eine frühzeitige Erkennung. Bei Risikopatienten kann die Behandlungsplanung individuell angepasst werden.
Bei einer Aligner-Behandlung wird durch regelmäßige Röntgenkontrollen überwacht, ob sich die Zahnwurzeln verkürzen. Zeigt sich eine beginnende Resorption, kann der Behandlungsplan angepasst werden, beispielsweise durch längere Tragedauer pro Aligner-Schiene.

Dr. Sarmadi
Zahnarzt · Invisalign® zertifiziert
Dr. Sarmadi überwacht während jeder Aligner-Behandlung sorgfältig die Zahnwurzeln durch regelmäßige Kontrollen und moderne Diagnostik, um das Risiko einer Wurzelresorption zu minimieren.
Häufig gestellte Fragen
Wurzelresorption tritt bei Aligner-Behandlungen seltener auf als bei festsitzenden Zahnspangen, da sanftere Kräfte wirken. Regelmäßige Kontrollen ermöglichen eine frühzeitige Erkennung und Anpassung der Behandlung.
Einmal resorbierte Wurzelsubstanz kann sich nicht regenerieren. Daher ist die Vorbeugung durch schonende Behandlungsführung und regelmäßige Kontrollen besonders wichtig.
Wurzelresorption wird durch Röntgenaufnahmen erkannt. Moderne 3D-Bildgebung ermöglicht eine präzise Darstellung der Zahnwurzeln vor und während der Behandlung.
Frontzähne, insbesondere die oberen Schneidezähne, sind erfahrungsgemäß häufiger von Wurzelresorption betroffen. Auch Zähne mit bereits verkürzten Wurzeln haben ein erhöhtes Risiko.
Bei ausgeprägter Wurzelresorption kann die Zahnstabilität beeinträchtigt werden. In solchen Fällen wird die Behandlung angepasst oder pausiert, um weitere Schäden zu vermeiden.